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Teilnahme am Protest „Frau. Leben. Freiheit“ am 14.02.2026

Menschen stehen im Kreis; einige halten Flaggen in ihren Händen: Piraten und Die Linke.

Wieder ist es Samstag, 12:30 Uhr und erneut erklingt der Ruf:

» Jin, Jiyan, Azadî «

Solange das Mullah-Regime im Iran sein eigenes Volk (aus)bluten lässt, gibt es dagegen weltweit Proteste – der Protest in Hannover findet an jedem Samstag ab 12:30 Uhr in der Innenstadt statt – diesmal am Steintorplatz.

Unser Landesvorsitzender, Thomas Ganskow, war mit weiteren Mitgliedern der Piraten vor Ort.

In seiner kurzen Rede machte er auf die widersprüchliche Aktionen der UNO-Institutionen aufmerksam:

Liebe Freundinnen und Freunde,
liebe Menschen,

heute wollte ich eigentlich über die zerstörten Universitäten, die unterdrückte Wissenschaft und den Exodus brillanter Köpfe aus dem Iran sprechen. Aber dann kam diese Ohrfeige aus New York, die Nackenschmerzen vom andauernden Kopfschütteln macht:

UN-Generalsekretär António Guterres hat doch wirklich dem mörderischen Mullah-Regime zum 47. Jahrestag der sogenannten „Islamischen Revolution“ seine herzlichsten Glückwünsche übermittelt! Wärmste Gratulationen an Präsident Pezeshkian – genau an jenem Tag, der für Millionen Iranerinnen und Iraner der Beginn von 47 Jahren Terror, Folter, Massenhinrichtungen und systematischer Unterdrückung markiert.

Während das Regime im Januar Zehntausende Demonstranten niedermetzeln ließ – eines der größten Massaker der jüngeren Geschichte –, schickt der Chef der Vereinten Nationen Blumen! Kein Wort der Kritik an den Massakern, an den Vergewaltigungen in den Gefängnissen, an der brutalen Verfolgung von Frauen, Bahá’í, Kurden, Balutschen, Homosexuellen, an der menschenverachtenden Behandlung von Hinterbliebenen – nichts! Stattdessen Phrasen über „Dialog“, „Solidarität“ und „globale Herausforderungen“. Das ist kein Protokoll – das ist Verrat an den Opfern und Anbiederung an Mörder!

Und es hört nicht auf: Am 23. Februar darf Außenminister Abbas Araghchi – ein Mann mit Blut an den Händen – vor dem UN-Menschenrechtsrat in Genf reden, Seite an Seite mit Guterres. UN Watch hat schon angekündigt: Wenn ihr diesen Massenmörder nicht ausladet, rufen wir die Schweizer Polizei – Verhaftung wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit! Recht haben sie!

Aber man glaubt es kaum, es geht noch absurder: Iran wurde gerade zum Vize-Vorsitz der UN-Kommission für Soziale Entwicklung gewählt – genau jener Kommission, die Demokratie, Geschlechtergleichstellung, Toleranz und Gewaltfreiheit fördern soll. Der Staat, der Frauen steinigt, queere Menschen hängt und Demonstranten erschießt, soll jetzt Demokratie und Gender Equality vorantreiben? Die Realität ist wieder einmal grausamer, als es jede Satire sein kann

Das Ganze kommt ja leider nicht wirklich überraschend. Der UN-Generalsekretär António Guterres hat auch das Kondolenzbuch für den bei einem Flugzeugabsturz verstorbenen iranischen Präsidenten Ebrahim Raisi am 25. Mai 2024 an der iranischen UN-Mission in New York unterschrieben.

Es gibt also eine Vorgeschichte, die nun nur fortgeführt wird. Was mag uns da noch erwarten?

Genug ist genug! Ich fordere laut und klar:

  • Sofortige Distanzierung der UN-Vollversammlung von diesem Skandal. Die Vollversammlung steht schließlich unter der Leitung unserer angeblich ach so feministischen Ex-Außenministerin Baerbock!
  • Keine Plattform mehr für Henker im Menschenrechtsrat oder irgendeinem Gremium, was auch nur ansatzweise mit Menschlichkeit zu tun hat!
  • Keine Gratulationen an Regime, die ihre Völker abschlachten! Und das sind einige, die immer so behandelt werden, als wären sie wie alle anderen.
  • Volle Unterstützung für die „Frau – Leben – Freiheit“-Revolution – nicht nur mit Worten, sondern endlich auch mit wirksamen Taten!

In diesem Sinne:

Freiheit für Iran!
Nieder mit der Diktatur!
Frau-Leben-Freiheit!
Weg, weg, weg, Mullah muss weg!
Jin Jian Azadi!

Danke und danke für Eure Aufmerksamkeit.

Die knapp 4-minütige Rede findet sich auch als Videomitschnitt auf PeerTube wieder.

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