Aktion Aktuelles

Demo ‚Frau. Leben. Freiheit‘ am 28.03.2026 in Hannover

Schild mit dem Text „Frau. Leben. Freiheit“ mit schwarzem Text auf gelbem Hintergrund. Darunter das Logo von Amnesty International. Eine Hand hält das Schild am oberen Ende fest.

Thomas Ganskow in seiner Rede am 28.03.2026:

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 17. Mai 2024 fielen Schüsse vor der israelischen Botschaft in Stockholm. Drei Jugendliche – 14, 15 und 16 Jahre alt – aus der berüchtigten Rumba-Gang wurden festgenommen. Kein IS, keine spontane Radikalisierung. Die schwedische Polizei fand schnell heraus: Die jungen Gangmitglieder hatten einen Auftraggeber – die Islamische Republik Iran.

Was auf den ersten Blick absurd klingt, ist Teil eines größeren Musters.

Zwischen Juni 2018 und Juni 2024 waren die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) für mindestens elf Anschlagsversuche in Europa verantwortlich. Nur drei davon richteten sich gegen iranische Regimegegner. Acht zielten auf jüdische oder israelische Einrichtungen und Personen.

Die Revolutionsgarden sind längst ein Staat im Staate: eigene Armee, eigener Geheimdienst, eigene Milizen und ein gigantisches Wirtschaftsimperium. Unter ihrer Führung betreibt der Iran einen Schattenkrieg – nicht immer selbst, sondern meist über Stellvertreter. Früher waren es vor allem „Schläfer“ aus der iranischen Diaspora. Seit 2021 rekrutieren sie zunehmend lokale Profis: Auftragsmörder und kriminelle Gangs.

Ein besonders erschreckendes Beispiel aus Deutschland: Im Herbst 2022 plante ein Deutsch-Iraner namens Ramin Yektaparast – Gründer des Hells-Angels-Chapters in Mönchengladbach und mehrfach vorbestrafter Krimineller – Anschläge auf die Synagogen in Bochum, Dortmund und Essen sowie auf den Präsidenten des Zentralrats der Juden, Josef Schuster. Er rekrutierte Bekannte aus dem kriminellen Milieu. Einer der Rekrutierten ging zur Polizei. Der Plan flog auf. Yektaparast floh mit Hilfe der Revolutionsgarden in den Iran – und wurde Anfang 2024 dort von einer israelischen Spezialoperation getötet.

In Schweden versuchte 2021 ein iranisches Ehepaar, das jahrelang als „Schläfer“ lebte, zwei prominente jüdische Vertreter zu ermorden. Sie spionierten die Opfer wochenlang aus – bis die Polizei zuschlug.

Der Iran nutzt Europa als Schlachtfeld im Kampf gegen Israel und den Westen. Er tarnt seine Operationen bewusst über Kriminelle, um jede direkte Verantwortung abstreiten zu können. Die Ziele sind immer dieselben: jüdische Gemeinden, Synagogen, israelische Einrichtungen.

Wir dürfen uns nichts vormachen: Dieser iranische Terror ist keine Randerscheinung. Er ist systematisch, er wird professioneller – und er bedroht nicht nur Juden und Israelis, sondern die offene, pluralistische Gesellschaft in ganz Europa.

Vielen Dank.

Der Videobeitrag ist auf PeerTube in voller Länge verfügbar.

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