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Piraten betonen Ungefährlichkeit von 3D-Druckern

Wie aus der Antwort auf eine Anfrage der Fraktion Die Linke im Bundestag hervorgeht, untersucht die Regierung die Weiterentwicklung und Verbreitung von 3D-Druckern hinsichtlich potenzieller Missbrauchsmöglichkeiten [1]. Demnach widmen sich das Bundeskriminalamt und die Bundespolizei aktuell mit hoher Priorität der Thematik 3D-Drucker.

Jens-Wolfhard Schicke-Uffmann, Listenkandidat der Piratenpartei zur Bundestagswahl, kann das nicht nachvollziehen: »Eine Regulierung in diesem Bereich ist völlig unnötig. Die Herstellung und der Besitz von Waffen sind bereits über das Waffengesetz und das Kriegswaffenkontrollgesetz umfassend geregelt. Wir verbieten auch keine Abflussrohre, nur weil man damit Kartoffelkanonen bauen könnte. Und die sind weit gefährlicher als alles, was ein aktueller Plastikdrucker so produzieren kann.«

Mit aktuellen 3D-Druckern für den Heimgebrauch lassen sich nahezu beliebige Formen aus Kunststoff herstellen. Drucker gibt es bereits für einige hundert Euro. So wird es für immer mehr Menschen erschwinglich, eigene Kunstwerke und Erfindungen mit einem 3D-Drucker zu realisieren. Im Internet gibt es bereits aktive Tauschbörsen, auf denen Nutzer ihre Designs miteinander teilen können [2].

Die Piratenpartei Niedersachsen setzt in ihrer Landesgeschäftsstelle in Hildesheim einen 3D-Drucker ein, zum Beispiel zur Produktion von Werbemitteln für den Bundestagswahlkampf [3]. Dazu Ortwin Regel, Abgeordneter im Stadtrat Hildesheim für die Piraten: »Einkaufschips und Keksformen mit Piraten-Logo lassen sich so auch in kleinen Auflagen sehr günstig und individuell produzieren.«

Quellen: