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Bitte lesen Sie weiter, es geht (nicht) um Pornos

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Nachdem eine Anwaltskanzlei im vergangenen Jahr tausende Streamingnutzer abmahnten, korriegierte nun das Kölner Landgericht seine Meinung. Dazu hier der Artikel von Florian Sievert, zuerst veröffentlicht am 10. Dezember 2013 auf heide-piraten.de

Und eine weitere Nachricht, die wieder einmal zeigt, dass wir als Piraten recht behalten haben. Bitte nicht stoppen zu lesen, weil es um “Pornos” geht, da der Fall genauso bei “Spaßvideos” oder Musikclips hätte passieren können. Eine Kanzlei stellt beim Landesgericht eine falsche Anfrage in der man den Eindruck erzeugt, dass mittels P2P-Netzen illegal Daten ausgetauscht werden. Das Gericht zeigt sich überfordert und winkt es durch. Die Kanzlei kommt an die Daten heran und mahnt die Besucher ab. Wer freiwillig 250 € abdrückt, muss nicht fürchten sich öffentlich schämen zu müssen, um vor Gericht seinen Pornokonsum rechtfertigen zu müssen.

Grandios! Da hat unsere Regierung mit ihren Überheberrechtskörben ja ein fabelhaftes System erschaffen. Nun warte ich nur noch darauf das Seiten mit hohen Rankings bei Google irgendwo in der Werbung urheberrechtliche Werke abspielen und man dafür gleich die Abmahnung nach Hause geschickt bekommt. Was ist nun schlimmer? Ein Raubkopierer, der im “nicht-kommerziellen Rahmen” ein illegales Video anschaut oder eine Industrie, die über moderne Erpressung auf teilweise illegalen Wege sich Geld zusammen preßt?

Gott sei Dank wehren sich nun einige Anwälte gegen die schwarzen Schafe in ihren Reihen und erstatten ihrerseits Anzeige. Bleibt zu hoffen, dass sie damit erfolgreich sind. Recht muss Recht bleiben… und wer daheim Raubkopien erzeugt und diese am markt vertickt, gehört sicherlich bestraft. Wer jedoch glaubt, dass durch die Förderung solcher Kanzleien für “Recht” zu sorgen, ist nicht nur naiv, sondern spielt wirklich mit der Zukunft des Landes. Es gäbe nichts schlimmeres als ein Netz in dem jeder Bürger Angst hat sich frei zu bewegen, da auf jeder Seite ein Urheberrechtsverstoß wartet…

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Artikel zuerst erschienen unter: http://www.heide-piraten.de/hpblog/2013/12/10/florian-sievert-bitte-lesen-sie-weiter-es-geht-nicht-um-pornos/