Allgemein Beiträge Pressemitteilung

Ende der Lebensmittelverschwendung muss kurzfristig möglich sein

Mit einer Pressemitteilung vom 15.10.18 wies Landwirtschaftsministerin Otte-Kinast auf die Verschwendung von Lebensmitteln hin und forderte deren Wertschätzung. Gleichzeitig kündigte sie die Schaffung eines so genannten Zentrums für Ernährung und Hauswirtschaft (ZEHN) an. [1]

„Wenn du nicht mehr weiter weißt, gründe einen Arbeitskreis. Nach diesem Motto scheint Frau Ministerin Otte-Kinast das Problem der Lebensmittelverschwendung angehen zu wollen. Denn dieses könnte sowohl in der Produktion wie auch im Handel längst erledigt sein, würde man endlich ein System wie in Frankreich einführen, das die Vernichtung von noch verwertbaren Lebensmitteln schlichtweg untersagt,“ [2] stellt Thomas Ganskow, stellvertretender Vorsitzender der Piraten Niedersachsen fest. „Es ist jahrelang bekannt, dass in Deutschland jährlich ca. 11 Mio. Tonnen Lebensmittel vernichtet werden, davon 550.000 im Handel. Da wäre es an Niedersachsen, eine Vorreiterrolle zu übernehmen, die dem Einhalt gebietet.“ [3]

Schon 2015, damals noch unter Führung des grünen Ministers Meyer, war über Forderungen der EU diskutiert worden, bis 2025 die Vernichtung von Lebensmitteln um 30% zu senken. [4] Geschehen ist seit dem nichts. Die Piratenpartei fordert ein entschiedenes Vorgehen auf nationaler Ebene. [5]

„Hier muss entsprechender Druck auf die Bundesregierung ausgeübt werden, entsprechend zu handeln. Jetzt erst ein Institut zu gründen, was mehr eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme zu seien scheint, als Ansatz für eine Problemlösung, ist Augenwischerei,“ fährt Ganskow fort. „Was ist denn aus dem Runden Tisch geworden, der sich dem Problem schon 2015 annehmen sollte? [6] Frau Ministerin Otte-Kinast, handeln Sie endlich und lassen ihren Worten greifbare Taten folgen.“

Quellen:
[1] Pressemitteilung vom Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz v. 15.10.18 http://www.ml.niedersachsen.de/portal/live.php?article_id=169890&_psmand=7
[2] Wegwerfverbot für Lebensmittel in Frankreich https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/lebensmittel-wegwerfverbot-fuer-essen-in-frankreich-1.2491917
[3] https://www.zugutfuerdietonne.de/uploads/media/Studie_Lebensmittelabfaelle_Kurzfassung_02.pdf
[4] Pressemitteilung vom Nds. Ministerium für Ernährung,
Landwirtschaft und Verbraucherschutz v. 04.05.15 http://www.ml.niedersachsen.de/portal/?navigation_id=1810&article_id=133387&_psmand=7
[5] Bundestagswahlprogramm 2017 der Piratenpartei Deutschland https://wiki.piratenpartei.de/Bundestagswahl_2017/Wahlprogramm#.C3.96kologie
[6] Meldung der NWZ vom 24.12.15 https://www.nwzonline.de/wirtschaft/weser-ems/kampf-gegen-lebensmittelverschwendung_a_6,0,1832441055.html

0 Kommentare zu “Ende der Lebensmittelverschwendung muss kurzfristig möglich sein

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*