Allgemein Beiträge

10. Januar Atomkraft, Castor und Gorleben, Warum die Piraten noch nie dafür waren

So lange sie nicht in der Regierung sind, sprechen sich alle Parteien gegen Atomkraft aus. Wir Piraten haben etwas gebraucht, bis wir eine Position gefunden haben. Wir denken gerne selbst.

Technik ist nicht böse. Oft sind es neue Technologien, die gesellschaftliche Entwicklungen erst ermöglichen: Zu mehr demokratischer Teilhabe, Transparenz und individueller Freiheit.
Der Mensch lernt durch Fehler. Atomkraft erlaubt aber keine Fehler. Wir lehnen sie ab und fordern den schnellstmöglichen Atomausstieg.

Wir setzen auf Bürgerbeteiligung. Auch in der Energiepolitik. Die beste Energie ist die, die von Bürgern selber produziert wird. Daher fordern wir dezentrale Netze. Netz und Stromnetz dürfen nicht durch wenige Konzerne beherrscht werden. Die etablierten Parteien haben den großen Energiekonzernen bisher immer in die Hand gespielt. Uns wundert es nicht, dass Gerhard Schröder, Joschka Fischer und Werner Müller später bei ihnen in Lohn und Brot standen.

Die niedersächischen Atommüllstandorte Gorleben und die Asse machen deutlich, wohin intransparente Verfahren ohne Bürgerbeteiligung und unabhängige Wissenschaftler führen. Wir Piraten lehnen Gorleben ab und sprechen uns für die rückholbare Lagerung des angefallen Atommülls aus. Vielleicht gibt es in 100 Jahren eine Technik, ihn unschädlich zu machen. Wir haben nichts gegen neue Technik.

Wir Piraten haben ein ambitioniertes Energieprogramm. Wir wissen aber auch, dass Politik nicht bloß aus Programmen und Parlamenten besteht. Ohne die Proteste der Antiatombewegung hätten wir noch mehr AKW und gefährliche Atommülllager. In den letzten Jahren sind die Anti-Atom-Piraten ein Teil der Antiatomkraftbewegung geworden und haben ihr neue Impulse gegeben. Wir können Informationen schnell verbreiten, hatten im Wendland ein eigenes Camp und haben in Niedersachsen kommunale Mandatsträger, die die Finger in die Wunde legen.

Unter www.antiatompiraten.de stellen Piraten regelmäßig fundierte Informationen bereit. Zu 100 % ehrenamtlich und unabhängig. Wenn Du lieber direkt mit uns diskutieren willst, findest du uns aber auch auf jeder großen Anti-Atom-Demo.