Aktuelles Pressemitteilung

Piraten fordern weitere Einschränkung von Tierversuchen

Seit diesem Montag sind europaweit Kosmetikprodukte verboten, die vor der Vermarktung in Tierversuchen getestet wurden. Diese Richtlinie gilt auch für Produkte, die nicht in der EU hergestellt werden [1]. Die Piratenpartei Niedersachsen begrüßt diese Entwicklung als einen wichtigen Schritt zum weiteren Abbau von Tierversuchen.

»Dieses Gesetz kann nur der Anfang einer positiven Entwicklung sein, andere Bereiche müssen diesem Beispiel folgen. Tierversuche dürfen nicht mehr verpflichtend sein, wenn alternative Verfahren möglich sind«, sagt Christian Jordan, Koordinator der AG Tierschutz bei den niedersächsischen Piraten.

Die Piratenpartei fordert in ihrem Bundestagswahlprogramm, dass Subventionen für Tierversuche gestrichen und stattdessen auf Forschungen an alternativen Methoden verlagert werden. Wo bereits wissenschaftlich erprobte Alternativmethoden für bestimmte Testverfahren existieren, dürfen keine Tierversuche eingesetzt werden. Ergänzend soll eine möglichst lückenlose, globale Veröffentlichung aller Ergebnisse erfolgen, um wiederholende Versuche zu vermeiden. Unabhängige Dritte sollen die Versuchslabore unangekündigt kontrollieren, um so die Einhaltung dieser Regelungen sicherzustellen [2].

»Es existieren bereits Möglichkeiten zur Erforschung von z.B. Arzneimitteln, die Tierversuche überflüssig machen. So können Medikamente, die auf Hautverträglichkeit geprüft werden müssen, schon jetzt an künstlich gezüchtetem Gewebe erprobt werden. Ein nachhaltiger Umgang mit unserer Umwelt kann nur bedeuten, dass wir die Forschung in diesen Bereichen vorantreiben müssen, statt Geld in weitere quälende Tierversuche zu investieren«, erklärt Jordan.

Dabei erstrecken sich Tierversuche derzeit nicht nur auf die klassischen Bereiche Medikamente oder Kosmetik. So löste Ende 2012 die Inbetriebnahme der Tierversuchsanlage in Hannover-Kirchrode starke Proteste in der Bevölkerung aus [3]. In der Anlage sollen Versuche zur Optimierung der Massentierhaltung durchgeführt werden. »Warum etwas optimiert werden soll, was von immer mehr Verbrauchern abgelehnt wird, ist ohnehin fraglich«, so Jordan weiter.

Quellen:
[1] http://europa.eu/legislation_summaries/consumers/product_labelling_and_packaging/co0013_de.htm
[2] http://www.piratenpartei.de/politik/wahl-und-grundsatzprogramme/wahlprogramm-btw13/umwelt-und-verbraucherschutz/#wahlprogramm-umwelt-tierschutz-tierversuche
[3] http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Neue-Proteste-gegen-Boehringer

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