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Piraten zweifeln an landespolitischer Gesundheitspolitik

Die Piratenpartei Niedersachsen kritisiert die Ankündigung der Landesregierung, die Förderung der Existenzgründung von Arztpraxen auf dem Land um 60% zu kürzen. [1]

Auch wenn Subventionen der Landarztniederlassung keine langfristig sinnvolle Steuerung ist: So lange es keine strukturellen Anreize für die Niederlassung von Ärzten auf dem Land gibt, darf die gesundheitliche Versorgung der Landbevölkerung nicht aufs Spiel gesetzt werden, sagt Constantin Grosch, Kreistagsabgeordneter in Hameln-Pyrmont.

Alle Niedersachsen haben ein Anrecht auf eine angemessene Gesundheitsversorgung. Dazu gehört auch, dass wohnortnah ausreichend Ärzte aller Fachrichtungen vertreten sind. Dazu müssen die Bedarfsplanungen für Vertragsärzte unter Einbeziehung der regionalen Gegebenheiten eine ausreichende Zahl von Vertragsärzten in sinnvoll gegliederten und homogen strukturierten Versorgungsgebieten vorsehen. In ländlichen Regionen mit Unterversorgung ist auch das Modell mobiler Arztpraxen und die Anstellung von Ärzten durch die Kommune eine sinnvolle Ergänzung. [2]

“Besonders wenig nachvollziehbar ist für uns die Begründung des Niedersächsischen Gesundheitsministeriums. Wenn dort quasi von möglicher Trittbrettfahrermentalität gesprochen wird, ist dies erstmal eine schwaches Argument.” sagt Grosch weiter. “Wir setzen uns für unabhängige Untersuchungen als Grundlage von Entscheidungen ein. Es ist zwar sinnvoll zu gucken, wo Fehlsteuerungen auftreten und diesen entgegenzuwirken. Aber die Ergebnisse vorweg zu nehmen oder gar nur auf Vermutungen zu setzen, hilft niemandem.”

Quellen:
[1] http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/landaerzte107.html
[2] http://wiki.piratenpartei.de/Wahlen/Bund/2013/Wahlprogramm#Unterversorgung_vermeiden