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Es ist Dienstag der 10. Februar 2015. Während die Ermittlungen gegen Eckart von Klaeden wegen Vorteilsnahme eingestellt werden [1], sind plötzlich Erdverkabelungen von Stromtrassen doch möglich, die andernorts mit Hinweis auf deren Kosten verweigert werden – natürlich nur im Wahlkreis von Sigmar Gabriel [2], das versteht sich ja von selbst. Abgeordnetenbestechung ist jetzt auch in Deutschland strafbar. Das Gesetz ist ein Witz und um das Bildnis von Thomas Fischer aufzugreifen [3], das Gesetz ist nicht nur löchrig wie ein Käse, es stinkt auch so.

Ehemalige Spitzenpolitiker sind in den vergangen Wochen und Monaten zur Bahn, Krankenversicherungen oder Rüstungsunternehmen gewechselt. Mit TTIP hat nicht der Ausverkauf der Demokratie begonnen [4] – er ist auf die Zielgerade eingebogen.

Lobby zum Beruf gemacht

„Wer glaubt, dass Volksvertreter das Volk vertreten, der glaubt auch, das Zitronenfalter, Zitronen falten.“, heißt es lapidar im Volksmund. So bitter und so wahr erscheint es an manchen Tagen. Die Politik hat sich gänzlich von den Bürgern entfernt. Von Sitte und Anstand des eigenen Handelns ganz zu schweigen. So hetzen wir von Skandal zu Skandal, von Aufschrei zu Entrüstung, von Resignation zu Ignoranz. Die Empörung ist groß, doch schnell verflogen. Und nun? Was machen wir nun?

„Empört euch“[5] nicht nur, sondern „Engagiert euch“[6] auch. Denn frei nach Stéphane Hessel: „Keine Macht und kein Gott nimmt dem Individuum ab, sich zu engagieren.“

 

Achja, engagieren kannst du dich unter anderem auch hier.