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Der Haushaltsplan zu Weihnachten

Redebeitrag des Ratsherrn Rolf Tischer zum Haushaltsplan für das Jahr 2014 vom 16.12.2013 aus dem Stadtrat der Stadt Uelzen. Ratsherr Tischer war der letzten Redner zum Tagesordnungspunkt „Haushaltsplan“ daher entschied er sich, die Aufmerksamkeit der Ratsmitglieder zu erhöhen, indem er seinen Redebeitrag in Versform vorbringt.

 

Herr Vorsitzender, Herr Bürgermeister, Werte Ratsherren und Frauen,
Liebe Bürger und Gäste, Werte Presse, es ist spät, wir wollen schnell schauen
Ich weiß ihr denkt Schon wieder einer dummes Zeug spricht
drum geb ich dem ganzen heut ein ganz andres Gesicht

8 Tage vor Weihnachten sind wir hier zusammen gekommen
und haben uns einiges vorgenommen

der Haushaltsplan, es steckt viel Mühe drin, so dick wie er ist
eine Schande dass kaum einer ihn richtig liest

Das dritte Mal befasste ich mich nun mit diesem Werk
und jedes Mal wieder, man fühlt sich fast wie ein Zwerg
Die Zahlen sind ähnlich wie im vorigen Jahr
erscheinen auf den ersten Blick schlüssig und klar.
Ein positiver Haushalt war das vorrangige Ziel
Es wurde geschafft, ein gutes Gefühl

Doch schaut man genauer dann kommen die Fragen
stellt man hier die richtigen Fragen, das muss ich sagen
Ist über die Antworten meist nicht zu klagen
Doch ohne Nachfragen geht es oft nicht
Da wünscht man sich doch ein klärendes Licht

Ein Grundproblem ist mir in diesen Tagen
bewusst geworden, bei all diesen Fragen

Weihnachtsrolf
Weihnachtsrolf

Es gibt Eigenbetriebe, Firmen, Beteiligungen,
Gesellschaften,Vereine, Verbände, Stiftungen,
jede dieser Einrichtungen hat ihren Zweck in der Tat,
ihre Aufgaben sind losgelöst von der Stadt
und doch wird auf die eine oder andere Weise gelacht
ist man doch mehr oder weniger im Haushalt bedacht

Und jetzt kommt der Knackpunkt, das Haar in der Suppen
Wirkliche Infos erfährt man kaum aus all diesen Gruppen
Sie sind ja eigenständig, hört man bei Fragen
der Rat hat nur bedingt was zu sagen
Er stellt ja eine Abordnung in den Aufsichtsrat
die soll aufpassen, wenn der im Geheimen tagt
Zwar ergeht bei der ganzen Geschicht
über die Arbeit ein regelmäßiger Bericht.
Wo Gelder genau hin fließen ist oft nicht zu benennen,
Für die Antworten, muss man erst die richtigen Fragen kennen.

Als schlechtes Beispiel meine Gefühle aufbrausend
Stadthallen GmbH und ihr jährlicher Verlust von 150 tausend
Wirtschaftsförderungsgesellschaft, allen bekannt
Ihr Zuschuß wird noch höher benannt

Bei einigen Beteiligungen kommt das Gefühl
Irgendwie wollen oder bekommen die zu viel.
Sie verselbstständigen sich immer mehr
die Kontrolle ist da oft sehr schwer
Das Ausgliedern ist gut, erfüllt seinen Zweck
doch gibt man oft ein Stück Verantwortung weg
Wir Ratsleute beschließen den Haushalt im Ganzen
Da sind die Gelder für alle enthalten
Doch können wir wirklich mit ruhigem Gewissen
zustimmen wenn wir nicht alles wissen?

Ein positiver Haushalt war das Ziel
doch rechnen kann man wirklich viel
Das große Ziel nun ist fürwahr
den Plan einhalten im kommenden Jahr
Meine Hoffnung dass es klappt, es wär ein echter Clou
ich hab Vertrauen in die Verwaltung, und nur deshalb stimme ich dem Haushalt zu

 

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